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Baukultur und Bautradition inf Pferdsdorf

Haufendorf mit Dreiseithöfen

Pferdsdorf/Rhön – urkundlich bereits im Jahre 912 erstmals erwähnt – ist, wie die meisten Dörfer in der Rhön, ein sogenanntes Haufendorf: die Höfe liegen überwiegend eng benachbart, stehen unregelmäßig zueinander und sind durch ein komplexes Straßennetz miteinander verbunden...

Fachwerk

Der Ursprung des Fachwerkbaus liegt vermutlich in der Feudalzeit: Um teures Bauholz einzusparen, entwickelten einfache Bauern die Fachwerkbauweise. Grundlage für das Fachwerk ist ein Skelett aus Holz, bei dem die horizontale Aussteifung mittels schräg eingebauter Streben erfolgt und die Zwischenräume (Gefache) mit einem lehmverputzten Holzgeflecht oder mit Mauerwerk ausgefüllt sind. Für das Fachwerk verwendete man früher überwiegend Eichenholz, um Haltbarkeit, Tragfähigkeit und Beständigkeit gegen Holzwürmer zu gewährleisten. Ab dem 18. Jahrhundert baute man in Pferdsdorf auch zweistöckige Fachwerkhäuser. Das Fachwerk ruhte meist auf einem aus gehauenen Sandsteinen errichteten Keller mit kleinen Fenstern...

Schmuck & Schutz

Die Pferdsdorfer Fachwerkhäuser sind mit verschiedenen Schmuckformen ausgestattet. Man findet unter anderem besondere Formen des Strebenkreuzes, wie den „wilden Mann“ oder den „mitteldeutschen Mann“. Auch das Verzieren von Balkenköpfen, Füllhölzern und Eckständern des Fachwerks mit Schrägschnitten, glatten Viertelstäben, Perlenstäben, seilartigen Windungen und Ornamenten ist häufig vertreten. Eine weitere Form der Verschönerung sind die auf den Putz der Gefache geschriebenen Haussprüche...

Stele Baukultur/Bautradition (Standort Unter der Linde Pferdsdorf) als pdf

Baukultur erleben

Es gibt viele sehenswerte Fachwerkhäuser in Pferdsdorf :
Eines der ältesten Fachwerkhäuser: Pfarrgasse 1
Interessante Schnitzerei: „Pfeifenmann“, Hintergasse
Aufwändig gestaltete Pforte aus Sandstein: Pfarrgasse 4
Wetterfassade mit Schindeln: Unter der Linde 2, Pfarrgasse 8

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